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News-Artikel




Ein Drittel ist vom Aussterben bedroht

Beitrag vom 12.11.2007


Mehr als ein Drittel der Süßwasserfische in Europa sind nach Angaben der Weltnaturschutzunion (IUCN) vom Aussterben bedroht. Zwölf Arten seien bereits verschwunden, berichtete die IUCN, die am Donnerstag im Schweizer Gland das Handbuch der Europäischen Süßwasserfische vorstellte.

Fische seien stärker gefährdet als Vögel oder Säugetiere. «Angesichts von 200 Fischarten in Europa mit einem hohen Aussterberisiko müssen wir jetzt handeln, um eine Tragödie zu vermeiden», sagte IUCN-Sprecher William Darwall. Zu den bedrohten Fischen zählen unter anderem der Europäische Aal und der Ammersee- Kilch. Insgesamt hat die IUCN 522 europäische Süßwasserfischarten registriert. Hinzu kommen 24 Meeresfische, die auch in Flüsse schwimmen.

Ein Hauptgrund für das Artensterben sei die Wasserentnahme insbesondere in den Mittelmeerländern. Dies führe im Sommer zu austrocknenden Flüssen, was durch den Klimawandel noch verschärft werde. Wehre und Wasserkraftwerke gefährden laut IUCN vor allem wandernde Fischarten. Hinzu kämen Überfischung und das Einsetzen ortsfremder Fische, die ihre Krankheitserreger mitbringen. Besonders schlecht gehe es Arten im osteuropäischen Teil der Donau, in der Wolga und im Ural, ferner auf dem Balkan und in Südwestspanien.

Die größte Gefährdung der Fische sei im vergangenen Jahrhundert von der wachsenden Bevölkerung in Europa ausgegangen: Die Zahl der Menschen haben sich verdoppelt, Landwirtschaft und Industrie seien stark gewachsen. Laut UN-Umweltprogramm UNEP sind fast 60 Prozent der europäischen Feuchtgebiete zerstört.