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News-Artikel




Plankton sorgt für Mutationen im Thunersee

Beitrag vom 08.07.2008


In dem Alpensee im Berner Oberland kams bei den Geschlechtsorganen der Felchen zu Zwitterbildung, Verwachsungen mit der Bauchwand und Einschnürungen. Warum Thunersee-Plankton diese Veränderungen hervorruft, wissen die Forscher aber nicht. Nachdem das Phänomen festgestellt wurde, startete der Kanton Bern umfangreiche Untersuchungen.

Aufzuchtversuche in Fischzuchtanlagen zeigten, dass die mit Thunersee-Plankton aufgezogenen Felchen eine ähnlich hohe Veränderungsrate aufwiesen wie die Fische im See. Dies im Gegensatz zu den Felchen, die mit Futter anderer Herkunft aufgezogen wurden. Um die Zusammenhänge zu klären sind weitere Untersuchungen im Gange.

Der Verzehr der Thunerseefelchen ist gesundheitlich völlig unbedenklich, auch sind die Felchen im Thunersee trotz deformierter Geschlechtsorgane weiterhin fortpflanzungsfähig.

Früher war spekuliert worden, dass die vor Jahrzehnten im Thunersee versenkte Munition möglicherweise Substanzen absondert; auch Sprengstoffrückstände,Bau-Chemikalien aus der Neat-Baustelle am Lötschberg oder hormonaktive Substanzen wurden als Ursache in Betracht gezogen.

Diese Hypothesen halten die Experten aber für sehr unwahrscheinlich. Im Rahmen des vom Kanton Bern angeordneten fünfjahres Projekt stießen die Experten auf die mögliche Ursache: die Nahrung der Fische.