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News-Artikel




Schon wieder Güllenunfall in der Schweiz

Beitrag vom 07.06.2009


Schon wieder Güllenunfall: Wut der Fischer steigt!
Am Dienstag war es ein Bauer in Beromünster, am Freitag ein Bauer in Grossdietwil/Roggliswil: Beide haben durch Güllenunfälle je Tausende von Fischen getötet. Der Fischereiverband des Kantons Luzern ist entsetzt und hält fest: „Die Wut der Fischer und von breiten Teilen der Bevölkerung steigt.“ Die Landwirtschaft wird ultimativ aufgefordert, das Problem endlich in den Griff zu bekommen.


Vorschau
02.06.09 | Es darf nicht wahr sein: Am Dienstag kam es zu einem der schlimmsten Fischvergiftungen der letzten Jahre im Kanton Luzern. Auf einer Länge von drei bis vier Kilometern in der Wyna bei Beromünster erlebten Tausende von Fischen einen brutalen Erstickungstod.



Roggliswil: Tausende junge Fische getötet
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Bloss drei Tage später passiert erneut ein schlimmer Güllenunfall im Kanton Luzern. Am Freitagabend ist aus einer undichten Güllengrube eines Bauern auf Grossdietwiler Boden ungehindert und unbeachtet Gülle in den Steinbach, der sich grösstenteils auf Roggliswiler Boden befindet, geflossen. Auf einer Länge von gut zwei Kilometern ist der ganze Fischbestand schlagartig zerstört worden.



Die betroffene Fischpachtvereinigung Steinbach ist frustriert, weil damit die Aufbauarbeit der letzten drei Jahre futsch ist. Vor drei Jahren kam es im Steinbach ebenfalls zu einem totalen Fischsterben. Seither haben die Fischpächter junge Fische ausgesetzt, um den Bach zu rekultivieren. Innert Minuten wurde diese sorgfältige Aufbauarbeit zerstört.



Fischereiverband hat genug!
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Der Fischereiverband Kanton Luzern (FKL) ist über diese zwei dramatischen Güllenunfälle entsetzt und hält in einer Medienmiteilung fest, „dass unsere Geduld definitiv am Ende ist“. Seit Jahren ist Luzern schweizweit der Kanton mit der höchsten Anzahl Güllenunfälle. Ebenfalls seit Jahren betont der Fischereiverband immer wieder – gutmütig - , dass die Mehrheit der Bauern ihre Verantwortung gegenüber der Natur wahrnehmen. Doch im Moment deutet alles darauf hin, dass der Rekord an Güllenunfällen vom letzten Jahr im Jahr 2009 – leider - erneut gebrochen wird.



Bauerngeneräle und Politik müssen handeln
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Der Fischereiverband des Kantons Luzern fordert die Verantwortlichen der Luzerner Landwirtschaftsszene ultimativ auf, endlich das Heft in die Hand zu nehmen und dafür zu sorgen, dass Güllenunfälle nicht mehr vorkommen. Von der Verwaltung und der Politik erwartet der Fischereiverband eine Verschärfung der Konsequenzen. „Das Maas ist voll, wir dürfen nicht einfach zur Tagesordnung übergeben, so wie das seit Jahren immer wieder gemacht worden ist“, betont der FKL. „Die Zeit der Beteuerungen und der schönen Worte ist vorbei. Jetzt sind Taten und Sanktionen gefordert.“


Autor: Franz Häfliger, Präsident Fischereiverband des Kantons Luzern