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News-Artikel




Invasion riesiger Karpfen: US-Army soll einschreiten

Beitrag vom 30.08.2010


Mehrere Bundersstaaten klagen wegen schädlichem Einwanderer gegen US-Regierung
Chicago/Wien - Fünf US-Bundesstaaten haben gegen die US-Regierung eine Klage eingebracht, um das Ausbreiten von mehreren asiatischen Karpfenarten in den Großen Seen zu verhindern. Wissenschaftler fürchten, dass die bis zu 45 Kilogramm schweren Fische heimische Arten wie etwa den Lachs vollkommen verdrängen könnten. Die Kläger, darunter auch die Chicagoer Wasserbehörde, fordern den Einsatz des US Army Corps of Engineers um Netzbarrieren zum Lake Michigan zu errichten.

Die großen Karpfen haben in ihrer neuen Heimat keine Fressfeinde. In der Klagsschrift, die im US Distriktgericht in Nord-Illinois eingebracht wurde, fordern die Kläger zudem eine Machbarkeitsstudie ob die Großen Seen vom Mississippi getrennt werden können. Dabei soll untersucht werden, ob man die Chicagoer Schifffahrtsschleusen so umbauen kann, dass sie für Fische eine undurchdringabare Barriere werden.

Das US-Supreme Court hat zuvor drei Klagen von Michigan, Wisconsin, Minnesota, Pennsylvania und Ohio abgewiesen. Die nun eingebrachte Klage hat einen aktuellen Grund, denn im Vormonat wurde ein neun-Kilo-Karpfen jenseits der elektronischen Barrieren gefunden.

Risiko für ganze Ökosysteme

Invasive Arten verursachen jährlich Schäden von mindestens 1,4 Milliarden Dollar, hat eine Untersuchung des UN-Umweltprogramms UNEP ergeben. Ein drastisches Beispiel ist die rund zehn Zentimeter große Goldene Apfelschnecke, die Reisfelder in Asien kahlfrißt. Ein weiteres Problem der eingeschleppten Arten ist, dass die Zuwanderer in ihrer neuen Heimat an Größe zunehmen. Für Experten ist das ein ernstzunehmendes Risiko in Zusammenhang mit der Veränderung von Ökosystemen. (red/pte)